Mit dem Umgekehrten Generationenvertrages sind Sie frei in der Rückzahlung Ihrer Studienbeiträge: Erst wenn Sie verdienen und entsprechend Ihrer individuellen Zahlungsfähigkeit zahlen Sie einen Teil Ihres Einkommens zurück – zur Unterstützung der aktuell Studierenden.

Rückzahlungshöhe: Prozentsatz x Rückzahlungsjahre

Die Höhe Ihrer Rückzahlung bestimmt sich durch den in Ihrem „Vertrag über die Förderung des Studiums an der Universität Witten/Herdecke“ vereinbarten Prozentsatz und die vereinbarten Rückzahlungsjahre. Auf Grundlage Ihres Einkommens berechnen wir mithilfe des Prozentsatzes einen jährlichen Rückzahlungsbetrag und das so lange, bis die festgelegte Anzahl Rückzahlungsjahre erreicht wurde.

Als Rückzahlungsjahr zählt jedes Jahr, in dem Ihr maßgebliches Einkommen die im Vertrag festgelegte Untergrenze überschreitet. Wird diese Mindestgrenze nicht erreicht, werden Sie für dieses Jahr von der Rückzahlung freigestellt und das entsprechende Jahr wird nicht auf die Rückzahlungsdauer angerechnet. Die Höchst-Rückzahlungsdauer (für den Fall, dass Sie immer wieder befreit sind) erstreckt sich auf einen Zeitraum von maximal 25 Jahren nach Exmatrikulation.

Definition des Einkommen

Die Grundlage für die Berechnung der Höhe des zurückzuzahlenden Beitrags bildet dabei Ihr Bruttoeinkommen abzüglich Werbungskosten und Vorsorgepauschalen gemäß BAföG (das sogenannte maßgebliche Einkommen – siehe Ihr Vertrag).

Ober- und Untergrenze: Sozialverträglich zurückzahlen

Liegt Ihr maßgebliches Einkommen unter der vertraglich festgelegten Mindestgrenze, sind Sie in dem jeweiligen Jahr von der Rückzahlung befreit. Erst wenn Ihr maßgebliches Einkommen die Mindestgrenze übersteigt, gilt das Jahr als Rückzahlungsjahr. Unter Umständen kann das Studium an der UW/H somit auch gar nichts kosten.

Im UGV ist nicht nur eine Mindestgrenze festgelegt, es gibt auch eine vertraglich festgelegte Höchstgrenze. Zurückgezahlt wird daher maximal der doppelte Fixbetrag der Sofortzahlung Ihres Studiengangs.

Wichtig: Einkommensteuer-Pflicht & Namensänderung

Mit dem Abschluss des „Vertrages über die Förderung des Studiums an der Privaten Universität Witten/Herdecke“ verpflichten Sie sich nach Exmatrikulation für den gesamten Rückzahlungszeitraum einen Einkommensteuerbescheid einzureichen. Diese Pflicht besteht auch in den folgenden Fällen:

  • Ihr maßgebliches Einkommen unterschreitet die Untergrenze von 21.000 EUR und Sie werden für das entsprechende Jahr von der Rückzahlung befreit.
  • Sie werden nicht veranlagt und bekommen einen sogenannten „Nullbescheid“.
  • Sie beziehen Ihr Einkommen im Ausland. In diesem Fall sind Sie verpflichtet das entsprechende Äquivalent zum deutschen Einkommensteuerbescheid einzureichen (z.B. „Lohnausweis“ in der Schweiz, „Tax Returns“ in den USA)

Des Weiteren besteht die Verpflichtung eventuelle Namens-und Adressänderungen der SG schnellstmöglich mitzuteilen, da für Sie sonst Kosten durch ein Ermittlungsverfahren entstehen können!