Überblick und Eckdaten

Die StudierendenAnleihe ist ein Refinanzierungsinstrument der StudierendenGesellschaft, um langfristig eine sozialverträgliche Finanzierung des Studiums an der Universität Witten/Herdecke zu garantieren. Der Umgekehrte Generationenvertrag (UGV) entkoppelt Studieren und Beitragszahlung zeitlich voneinander und orientiert die Rückzahlung am späteren Einkommen der Studierenden. Als gemeinnütziger Verein von Studierenden für Studierende entwarf die StudierendenGesellschaft vor 21 Jahren den UGV und verwaltet ihn bis heute in Eigenregie: Sie tritt als Emittentin der StudierendenAnleihe auf, um den durch steigende Studierendenzahlen entstehenden Finanzierungsbedarf zu decken.

   
Emittentin StudierendenGesellschaft Witten/Herdecke e.V.
WKN/ISIN A12UD9/DE000A12UD98
Volumen bis zu € 7,5 Mio. (gemäß aktuellem Planungsstand mindestens vier Folgeanleihen mit einem Volumen von jeweils bis zu € 7 Mio.)
Stückelung € 1.000
Laufzeit 10 Jahre, vorzeitige Kündigung ab dem 8. Laufzeitjahr möglich
Kupon 3,6 %; jährliche Zahlungsweise
Besicherung unbesichert
Covenants u.a. Ausschüttungssperre, Negativerklärung
Transparenz Veröffentlichung Jahresabschluss innerhalb von 6 Monaten nach Geschäftsjahresende
Börsennotiz Börse Düsseldorf, Freiverkehr
Zeichnungsfrist 17. November 2014 bis 28. November 2014 12:00 Uhr (vorbehaltlich einer vorzeitigen Schließung)

Mehr Studierende – mehr Bildung – mehr Finanzierungsbedarf

Die Zahl der Studierenden an der Universität Witten/Herdecke hat sich in den vergangenen fünf Jahren verdoppelt. Aktuell zählt die Hochschule in privater Trägerschaft rund 2.300 Studierende. Bis 2020 soll die Zahl aufgrund der wachsenden Nachfrage nach Studienplätzen auf bis zu 3.000 steigen.

Zur sozialverträglichen Finanzierung der Studienbeiträge in Witten nutzt derzeit etwa die Hälfte der eingeschriebenen Studierenden den Umgekehrten Generationenvertrags (UGV) und ist damit Teil einer generationsübergreifenden Solidargemeinschaft. Der UGV ermöglicht allen Studierenden eine sozialverträgliche Finanzierung ihres Studiums – unabhängig vom sozio-ökonomischen Hintergrund. Der erwartete Anstieg der Studienanfänger hat zur Folge, dass auch in Zukunft mehr Studierende von unserem Finanzierungsmodell Gebrauch machen werden.

Für die StudierendenGesellschaft als zentrale Verwalterin aller Studienbeiträge und Entwicklerin des UGV bedeutet dies, dass sie in den kommenden Jahren höhere Finanzierungsbeiträge an die Universität verauslagen muss. Genauer gesagt: Sie benötigt mehr Finanzierungsmittel zur Überbrückung des Zeitraums zwischen Verauslagung und dem Einsetzen der Rückzahlungen.

Eine Anleihe mit ideeller und finanzieller Rendite

Unsere Lösung: Die StudierendenAnleihe. Nach derzeitigen Planungen wird die Finanzierungslücke in der Spitze € 25,7 Mio. im Jahr 2025 betragen. Dabei werden die Forderungen der StudierendenGesellschaft gegenüber den Späterzahlenden zu jeder Zeit das Anleihevolumen überdecken. Den erfolgreichen Auftakt zur Refinanzierung der StudierendenGesellschaft und damit der langfristigen Sicherung des Umgekehrten Generationenvertrags zeigte die Platzierung der ersten StudierendenAnleihe im November 2014. Mit einem Volumen von 7,5 Mio. EUR, einer Laufzeit von 10 Jahren und einem jährlichen Zins von 3,6 % bestätigte die große Nachfrage die Kapitalmarktfähigkeit des Modells und das große Interesse an dieser einmaligen Möglichkeit zum „Mission Investing“ im deutschen Bildungswesen. Der stabile Kurs im Freiverkehr an der Börse Düsseldorf und die positive wirtschaftliche Entwicklung von StudierendenGesellschaft und Universität bekräftigen die Planungen für Folgeanleihen in den kommenden Jahren.