Ziele & Hintergrund

Die StudierendenGesellschaft hat im vergangenen Wintersemester in einer Online-Umfrage die Studierenden der UW/H nach einem Meinungsbild zur SG und ihrer Arbeit gefragt. Mehr als 330 Studierende haben an der Umfrage teilgenommen, die die beiden letzten Novemberwochen 2016 zugänglich war.

Die SG-Umfrage hinterfragte, wie die SG in der Universität von den Studierenden wahrgenommen wird. Konkret ging es um

  1. ein Stimmungsbild der Studierenden an der UW/H,
  2. Feedback zum Service, der Mitgliederversammlung und der SG als Arbeitergeberin, und
  3. Anhaltspunkte zur Weiterentwicklung der SG, besonders vor dem Hintergrund des UW/H-Wachstums.

 

Wir danken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für das rege Ausfüllen der Umfrage und freuen uns sehr auf die gemeinsame Arbeit an der Weiterentwicklung der StudierendenGesellschaft. Besonderer Dank geht zudem an Lia Meißner (PPE-Master), die das Projekt von Seiten der SG betreut hat!

 

Wer hat teilgenommen?

Teilnehmer_innen der SG-Umfrage nach Geschlecht, Fakultät & Zahlungsvariante
Mehr als 330 verwertbare Umfrageergebnisse sind bei der StudierendenGesellschaft eingegangen. Die Zahl ist aufgrund ihrer gleichmäßigen Verteilung zwischen Geschlechtern, Zahlungsvarianten und Fakultäten in keine Richtung verzerrt, wenn auch die Verteilung auf die Studiengänge nicht der „wahren“ Verteilung der Studierenden an der UW/H entspricht.

Mehr Infos zu den Teilnehmer_innen der SG-Umfrage

Teilnehmer_innen je Studiengang
Bei genauerer Betrachtung der Teilnehmenden je Studiengang wird deutlich, dass zwar beispielsweise Humanmedizin-Studierende absolut gesehen am häufigsten teilgenommen haben, diese Zahl aber relativ zur Gesamtheit der immatrikulierten Humanmedizin-Studierenden eine vergleichsweise geringe Teilnahmequote aufweist. Aus der Darstellung in Abb. 5 kann man interpretieren, dass die Studierenden der Studiengänge mit vielen Teilnehmenden relativ „nah“ (thematisch oder personell) an der SG sind und die Studierenden deshalb teilgenommen haben. Diese Interpretation wird durch weitere Cluster-Analysen bei anderen Sets unterstützt.
Teilnehmer_innen je Studiengang im Verhältnis zu immatrikulierten Studierenden

Aufgaben der SG

Bei der Sortierung von möglichen Aufgaben der StudierendenGesellschaft ergab sich folgende Reihung:

1. Sozialverträgliche Studienfinanzierung ermöglichen (UGV) (Mittelwert = 2,13)

2. Studentische Interessen in der Uni vertreten (3,34)

3. Die UW/H als Gesellschafterin mitgestalten (4,19)

4. Sich für die Drei Freiheiten einsetzen (4,23)

5. Studieninteressierte informieren (5,87)

6. Sich bundesweit für „nachgelagerte Studiengebühren“ engagieren (6,39)

7. Marketing für die UW/H betreiben (6,70)

8. Alumni-Netzwerk organisieren (6,76)

9. Uni-Internationalisierung vorantreiben (6,77)

10. Partys organisieren (8,63)

Mit deutlichem Abstand wird das Angebot und die Abwicklung des UGVs als zentrale Aufgabe des Vereins verstanden. Weitere sich daraus ergebende Punkte sind der Einsatz als kaufmännische Interessensvertretung der Studierenden (Hand in Hand mit StuRa, Senats- und Fakultätsvertretenden), eine aktive Rolle als Gesellschafterin (Miteigentümerin) der UWH und das Engagement für die Drei Freiheiten.

Interessante Vorschläge für weitere Aufgaben erreichten die SG auch über „freie Antworten“. Die häufigsten Nennungen drehten sich um die beiden Themen

1. Die SG als Qualitätsgarant: Wie können wir ein „gutes Studium“ sicherstellen?

2. Die SG als Informationskanal: Wie kann offener und transparenter über Geld an der UW/H kommuniziert werden?

 

Die SG allgemein

Was läuft gut? Was kann verbessert werden?

 

Auswertung nach der Frage: Was läuft gut
Die Auswertung der Items zur Frage „Wie sehr stimmst Du folgenden Aussagen zu?“ zeigt ein positives Bild bei der Wahrnehmung der SG unter den Studierenden. Besonders kommt dies in der Zustimmung zu den Antworten „Ich vertraue der SG“ und „Die SG trägt essentiell zum Gelingen der Universität bei.“ zum Ausdruck. Deutlich schlechter wird die Verbundenheit zur Organisation bewertet, ebenso wie die Attraktivität als Arbeitgeberin. Eine Aufschlüsselung der Antworten in Clustern nach Studiengang und Geschlecht findet sich unter den weiteren Informationen.

Weitere Informationen mit Cluster-Analyse zum Set "SG allgemein"

Cluster-Analyse von Abb. 6 nach Studiengängen
Die Cluster-Analyse der Ergebnisse von Set „SG allgemein“ zeigt eine deutliche Diskrepanz in der Beantwortung mancher Fragen durch Studierende unterschiedlicher Studiengänge. Dargestellt sind nur die Items, bei denen sich ein signifikanter Unterschied zeigen ließ. Besonders Studierende der Studiengänge Humanmedizin, Zahnmedizin und Pflegewissenschaft sehen die SG als deutlich unattraktive Arbeitgeberin, fühlen sich signifikant weniger verbunden und vertrauen den Verein weniger.

Die Auswertung nach Geschlecht zeigt, dass Frauen der SG gegenüber skeptischer sind und sie als eine weniger attraktive Arbeitgeberin verstehen. Umgekehrt ist es bei der Frage nach dem Einfluss auf die Entscheidung für die UWH – hier spielt die SG für Frauen eine größere Rolle als für Männer.

Andere Cluster (z.B. nach Alter oder Studienabschnitt) ergaben keine signifikanten Unterschiede.
Cluster-Analyse von Abb. 6 nach Geschlecht

Allgemeiner Zuspruch

In den freien Antworten erhielt die SG sehr positive Rückmeldung zu ihrer Kernaufgabe, der Finanzierung des Studiums an der UWH (47-fache Nennung), für die inneruniversitäre Kommunikation (30-fache Nennung) und die Aufstellung des Teams (21-fache Nennung).

Allgemeine Kritik

Kritischer Augenmerk lag auf dem Thema „Transparenz“ in Bezug auf die Arbeit der SG allgemein und die Verwendung von Geld in der Universität (26-fache Nennung), sowie auf mangelnder Partizipation und eingeschränkter Partizipationsmöglichkeiten im Rahmen des Vereins (16-fache Nennung). Darüber hinaus wurde auch die Diversität (Studiengänge & Geschlecht) im Vorstand kritisch angemerkt (7-fache Nennung).

 

Service

Feedback zum Service der SG

Im Set 4 „Service“ haben wir die Studierenden zum Service in der SG befragt. Im Fokus standen der Ablauf von Immatrikulation, Zahlungsvariantenwechsel und persönlicher Beratung. Insbesondere das Feedback zum direkten Kontakt mit Mitarbeitenden der SG fiel sehr positiv aus. Durch den Abschluss des Software-Projektes werden wir weiter an schneller und persönlicher Betreuung aller Studierenden und Rückzahlenden arbeiten.

 

Mitgliederversammlung (MV)

Feedback zur Teilnahme an Mitgliederversammlungen

In der Befragung der Studierenden zum Thema „Mitgliederversammlung“ zeichnet sich das Bild ab, dass die Studierenden zwar wissen, wann die Versammlungen sind, die Teilnahmequote aber sehr gering ist. Das bekräftigt die Antworten der „freien Felder“, die angeben, dass eine personalisierte Einladung sehr geschätzt werde, sie aber nicht Grund genug ist, an der MV teilzunehmen.

Weitere Auswertungen der qualitativen Antworten loben die klare Struktur und produktive Atmosphäre und nennen als Gründe gegen eine Teilnahme das Vertrauen in die involvierten Personen (158-fache Nennung). Dazu kommen Probleme bei der Terminfindung („Mittwoch ist kein guter Termin“; 109-fache Nennung), generelles Desinteresse (43-fache Nennung), Zeitmangel und andere Verpflichtungen (39-fache Nennung) und mangelnde Mitgestaltung (34-fache Nennung). Studierende aus dem Erstsemester wissen zudem nicht, ob sie explizit angesprochen sind; mehr Werbung und deutlichere Plakatierung wurde ebenfalls gewünscht.

 

Die SG als Arbeitgeberin

Einstellungen zur Arbeit in der StudierendenGesellschaft
In ihrer Rolle als Arbeitgeberin wird die SG aktuell noch verhalten wahrgenommen. Sowohl in Bezug auf die Präsenz als auch die kommunizierten Inhalte fühlen sich die Studierenden nur mittelmäßig informiert. Die Aufschlüsselung nach Geschlecht und Studiengang zeigt  deutliche Unterschiede zwischen Mann und Frau, sowie zwischen Humanmedizin, Pflegewissenschaft und Zahnmedizin im Vergleich zu allen anderen Studienfächern.

Weitere Informationen und Cluster-Analyse zur Wahrnehmung der SG als Arbeitgeberin

Wahrnehmung der SG als Arbeitsgeberin nach Studiengang

Die Ergebnisse der Cluster-Analyse zeigen deutliche Unterschiede bei der Bewertung der SG als Arbeitgeberin in Hinblick auf das Geschlecht und den Studiengang. Besonders für die Studiengänge Humanmedizin, Zahnmedizin und Pflegewissenschaften ist eine Arbeit in der SG weniger attraktiv. Einen weniger starken, wenn auch signifikanten Unterschied zeigt die Trennung nach Geschlechtern. Hier bewerten Frauen die Attraktivität der Arbeitgeberin SG deutlich geringer.
Vor dem Hintergrund, dass Diversität ein wichtiger Aspekt in allen Gremien der SG ist, stellen die Ergebnisse der Cluster-Analyse die SG vor Herausforderungen.
Wahrnehmung der SG als Arbeitsgeberin nach Geschlecht

Abbildung 15 zeigt die Bewertung der Arbeit in der StudierendenGesellschaft anhand verschiedener Charakteristika. Im Vergleich zu vielen anderen Items zeigen sich in der Auswertung keine signifikanten Unterschiede zwischen den Studiengängen oder Geschlechtern.
Assoziationen zur Arbeit in der SG

Fazit & Ausblick

Die Ergebnisse der 1. SG-Umfrage sind in allen Gremien der StudierendenGesellschaft umfangreich thematisiert worden. In der Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat, Vorstand und Mitgliederversammlung liefern die Erkenntnisse eine wertvolle Unterstützung im Strategie-Prozess, auf den sich die SG Ende 2016 begeben hat.

Neben dem langfristigen Einfluss der „Studierenden-Meinung“ in die strategische Ausrichtung der Organisation ergeben sich einige konkrete Maßnahmen aus der Kritik.

Kontakt zur Gesundheitsfakultät

Die Ergebnisse der Umfrage lassen auf eine schwächere Wahrnehmung und Verbindung der SG zu den Studiengängen der Gesundheitsfakultät schließen (als Ausnahme ist hier der Studiengang Psychologie zu nennen). Um den Kontakt zu stärken, arbeitet die SG mit den Fachschaften an einem gemeinsamen Austausch zum Thema „Transparenz, Geld und SG“ in den Gesundheitsstudiengängen. Eine erste Testveranstaltung hat stattgefunden.

Kontaktpunkt in die Uni

Um den Austausch zu allen Themen rund um Finanzierung und Studienbeiträge in der UW/H zu fördern, bietet die SG einen Mittagstisch, jeden Donnerstag von 12 bis 13 Uhr an. Dieses Gesprächsangebot gilt allen Studierenden, Mitarbeitenden und Interessierten der Universität. Das Motto lautet „Let’s talk about UW/H!“.

Mitgliederversammlung

Die SG lädt ab jetzt alle Erstsemester mit einer separaten E-Mail und expliziten Aufforderung zur Mitgliederversammlung ein, alterniert den Termin in Bezug auf Tag und Uhrzeit und kündigt Wahlen und Versammlungen prominenter in der Universität an. Für eine weitere Überarbeitung der Mitgliederversammlung hat im Rahmen des Strategie-Prozess ein TagTeam (kleiner Ausschuss zwischen Vorstand und Aufsichtsrat) seine Arbeit aufgenommen.

Der Ausbau und die Überarbeitung der Interaktionsformate, Kommunikationsangebote und Beteiligungsmöglichkeiten in der SG sind in Planung. Über den aktuellen Stand berichten wir regelmäßig auf der Mitgliederversammlung.

Für Fragen, Anregungen oder Kritik stehen wir selbstverständlich auch außerhalb einer Umfrage immer zur Verfügung. Schreibt uns eine E-Mail, ruft uns an oder kommt im Büro (1.206) in der Uni vorbei. Aktuelle Informationen findet ihr auf unserem Facebook- und Instagram-Kanal.