Läuft bei Dir! Ein Jahr – Dein Projekt – unser Stipendium.

„Ohne Fleiß kein Preis!“ – „Nur die Harten kommen in den Garten!“ – „Wer stehen bleibt, fällt zurück!“ Sprüche wie diese hören wir ständig. Sie suggerieren, dass wir immer schneller und ohne Umwege unseren Lebenslauf optimieren sollten; sie tun so, als käme es im Leben vor allem darauf an, besser zu sein als die anderen, schneller, effizienter und damit angeblich erfolgreicher.

Das Leben ist aber kein Wettlauf! Hier in Witten sind wir überzeugt: Es braucht Zeit für Orientierung, um sich zu erproben und als Persönlichkeit zu reifen. Deshalb gehen die Universität Witten/Herdecke und die StudierendenGesellschaft auch hier ihren eigenen Weg: Gemeinsam schenken wir jungen Menschen Zeit sowie finanzielle und ideelle Unterstützung, um über die Umsetzung einer eigenen Idee, ihren Pfad zu finden und erste Schritte zu tun.

Mit finanzieller Förderung von 700 Euro monatlich, ideeller Unterstützung durch ein persönliches Mentorenprogramm und freiem Zugang zu allen UW/H-Kursen stärkt das Pfad.finder-Stipendium junge Menschen, ihren Interessen nachzuspüren und diese in einem persönlichen Projekt umzusetzen. Interessierte bewerben sich mit ihren Projektideen, über die in einem Online-Voting abgestimmt wird. Ob Unternehmensgründung, der Start eines Internetblogs, Urban Gardening oder ein eigenes Forschungsvorhaben – die Ideen sind dabei so vielseitig wie die BewerberInnen.

Weitere Informationen zu Ablauf und Bewerbung findest Du hier auf der UW/H-Webseite.


Unsere bisherigen Pfad.finderinnen und Pfad.finder

Marten Berger Musik Projekt

Marten Berger (2016): „Unentdeckte Talente – Europas Straßenmusiker“

„Ich möchte Europas Straßenmusikern ein internationales Sprachrohr bieten!“ Mit diesem Ziel macht sich Marten Berger auf, um eine Doppel-CD in seinem zum Tonstudio umgebauten Van aufzunehmen. „Gerade in den letzten Jahren sind die Spannungen innerhalb Europas gestiegen, weshalb ich gemeinsam mit Straßenmusikern ein Zeichen der Zusammengehörigkeit setzen möchte.“

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© Universität Witten/Herdecke

Fritz Schaefer (2015): „Die Pommes-SOKO“

Fritz überzeugte die Jury gleich mit drei Projekten: Er arbeitet weiter an seiner Ruhrgebietshörspielserie „Pommes-SOKO“, wird die „Hörbar“ weiterentwickeln, in der Zeitzeugen des Zweiten Weltkrieges zu Wort kommen, und einen Jugendroman verfassen, den ausnahmsweise kein Erwachsener geschrieben hat.

„Pommes-Soko“ ist lustige und spannende Hörspielreihe für die ganze Familie. Als Fritz vor drei Jahren die erste Folge schrieb, war er gerade mal 15 Jahre alt. Heute gibt es 10 jugendliche Ermittler_innen an den Mikros, über 54 Prominente, die das Projekt unterstützen sowie sechs Folgen auf CD!

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Benjamin Ansari (2014): „Kwibuka – 20 Jahre nach dem Genozid in Ruanda“

Benjamin Ansari reiste im Sommer 2015 gemeinsam mit seinem Großvater nach Ruanda, um auf dessen Spuren als ehemaliger Entwicklungshelfer Eindrücke aus dem ostafrikanischen Land 20 Jahre nach dem Genozid zu sammeln. Ergebnis dieser Reise sind viele Stunden  Filmmaterial auf dem duzende Menschen vor Ort zu Wort kommen. Ihre kritischen wie euphorischen Stimmen zu den Veränderungen im eigenen Land präsentiert der Jungregisseur Ansari in einem herausragenden 55-minütigen Dokumentarfilm.

Benjamins Film „Kwibuka“ im Original mit Untertiteln…


XeniaWeber_Pfad.finder

 Xenia Weber (2013): „(M)eine Geschichte in Kasachstan“

Vor rund einem Jahr ist Xenia Weber (26) in ihre Heimat Kasachstan aufgebrochen, um sich auf Spurensuche zu begeben. Ihr Ziel war, mehr über ihre Mutter herauszufinden, die starb, als sie selbst noch ein Kind war. „1998, als ich an der Hand meiner Mutter das Flugzeug verließ, welches uns beide von Kasachstan nach Deutschland brachte, konnte ich nicht ahnen, dass ihre Hand mich nicht mehr lange halten wird“, schrieb sie in ihrer Bewerbung auf das Pfad.finder-Stipendium von SG und UW/H.

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