Der Kerngedanke des Umgekehrten Generationenvertrags entstand mitternachts auf einer Papierserviette am Küchentisch einer Wittener Studenten-WG: Die zeitliche Entkoppelung von Studium und Zahlung von Studiengebühren. Wenn die Rückzahlung nach Aufnahme der Berufstätigkeit möglich wäre, könnte eine Ökonomisierung des Studiums vermieden werden. Mit einem finanziellen Beitrag, der sich an den eigenen Möglichkeiten statt an denen der Eltern bemisst, könnte die Universität bleiben, was sie ist: eine Hochschule, an der für die Aufnahme allein die individuelle Leistung gepaart mit Integrität und Verantwortungsbewusstsein gegenüber dem Ganzen ausschlaggebend ist. Das Prinzip des Umgekehrten Generationenvertrages ist einfach: Erst studieren, später zahlen. Auf diese Weise finanzieren die Absolventen den jeweils Studierenden ihr Studium.