Als die Studierenden der Universität Witten/Herdecke nach den Semesterferien im Herbst 1994 an ihre Universität zurückkehrten, wurde ihnen vom Präsidium der Universität offiziell verkündet, dass ein von der Landesregierung und der damaligen Universitätsleitung geschnürtes Paket zur Sanierung der Universitätsfinanzen bis zur Jahrtausendwende Studiengebühren vorsah. Es ergab sich folgendes Dilemma: Einerseits schätzten die Studenten die freiheitlichen Studienbedingungen an der Universität Witten/Herdecke, die durch eine gewöhnliche Studiengebührenregelung gefährdet worden wären. Andererseits schien eine finanzielle Beteiligung der Studierenden zur nachhaltigen Sicherung eben dieser Studienbedingungen unumgänglich.