Die Vorstände Ingmar Lampson, Felix Stremmer und Louis Jarvers (v.l.n.r.), hauptverantwortlich für diese Refinanzierungsrunde, präsentieren die unterschriebenen Darlehensverträge.

 

Pressemitteilung vom 24. Januar 2018:

Knapp 10 Mio. Euro für die Studienfinanzierung in Witten

Ein Studium an der Universität Witten Herdecke wird auch in Zukunft unabhängig vom finanziellen Hintergrund der Studierenden möglich sein. Mit einem Darlehen der GLS Bank über 9,65 Mio. EUR ist der StudierendenGesellschaft Witten/Herdecke (SG) der nächste Finanzierungsschritt für ihren Umgekehrten Generationenvertrag gelungen. Mit dem Modell zur sozialverträglichen Studienfinanzierung sorgt der gemeinnützige Verein seit über 20 Jahren für einen freien Zugang zur ältesten Privatuniversität Deutschlands. „Für die Studierenden und die Universität ist das ein großer Erfolg. Aus einer studentischen Idee heraus ist ein überzeugendes und sozial verantwortliches Finanzierungsmodell für fast 2500 Studierende geworden“, so Martin Butzlaff, Präsident der Universität Witten/Herdecke. „Wir freuen uns über das entgegengebrachte Vertrauen der GLS Bank. Mit dem Darlehen intensivieren wir die bestehende Partnerschaft“, betont Finanzvorstand Felix Stremmer. Ende 2014 hatte der studentisch geführte Verein bereits eine Anleihe im Freiverkehr der Börse Düsseldorf platziert, um Studienbeiträge vorzufinanzieren. „Bei der StudierendenGesellschaft erleben wir, dass der Zugang zur Universität verantwortlich und solidarisch über Generationen hinweg organisiert wird. Das überzeugt“, sagt Thomas Jorberg, Vorstandssprecher der GLS Bank.

Das Modell des Umgekehrten Generationenvertrages (UGV) wird seit 1995 an der Universität Witten/Herdecke angeboten. Es ermöglicht, die für das Studium anfallenden Beiträge erst nach Studienabschluss und in Abhängigkeit vom eigenen Einkommen zu leisten. Mit dem Berufseinstieg zahlen die Absolventen einen prozentualen Anteil ihres Einkommens zurück – und finanzieren damit das Studium künftiger Generationen.

Dass die StudierendenGesellschaft für ihr Modell eine Finanzierung benötigt, hängt mit dem starken Wachstum der Universität zusammen: In den letzten fünf Jahren verdoppelte sich die Zahl der Studierenden auf 2500. Deshalb nehmen aktuell noch deutlich mehr Studierende den UGV in Anspruch, als zeitgleich Absolventen ihre Beiträge zurückzahlen.

Mit dem neuen Darlehen geht die StudierendenGesellschaft einen weiteren wichtigen Schritt in der Finanzierung des Umgekehrten Generationenvertrags, zukünftig sind weitere Finanzierungsrunden geplant. Kommunikationsvorstand Louis Jarvers: „Wir Studierenden werden weiterhin Verantwortung für unsere Universität übernehmen und sicherstellen, dass ein Studium in Witten auch zukünftig keine Frage des Geldes ist.“