Mit dem von Studierenden im Jahre 1995 selbst entwickelten Umgekehrten Generationenvertrag setzt sich die StudierendenGesellschaft für eine höhere Bildungsgerechtigkeit, größere Chancengleichheit und Freiheit an der Universität Witten/Herdecke ein. Denn der Umgekehrte Generationenvertrag ermöglicht eine elternunabhängige und sozialverträgliche Finanzierung des Studiums.

Die Idee

Das Prinzip des Umgekehrten Generationenvertrages ist einfach: Erst studieren, später zahlen. Auf diese Weise finanzieren die Absolventen der Universität Witten/Herdecke den jeweils Studierenden ihr Studium.
Der Kerngedanke des Umgekehrten Generationenvertrags entstand mitternachts auf einer Papierserviette am Küchentisch einer Wittener Studenten-WG: Die zeitliche Entkoppelung von Studium und Zahlung von Studiengebühren. Wenn die Rückzahlung nach Aufnahme der Berufstätigkeit möglich wäre, könnte die Ökonomisierung des Studiums vermieden werden. Mit einem finanziellen Beitrag, der sich an den eigenen Möglichkeiten statt an denen der Eltern bemisst, könnte die Universität bleiben, was sie ist: eine Hochschule, an der für die Aufnahme „allein die individuelle Leistung, gepaart mit Integrität und Verantwortungsbewusstsein gegenüber dem Ganzen“ (Zitat Alfred Herrhausen aus der UW/H-Gründungsrede, 30.April 1983) ausschlaggebend ist.

Der Beitragsgedanke

Die studentischen Finanzierungsbeiträge unterstützen den Erhalt der Universität Witten/Herdecke nachhaltig. Die Bemessung der Studienbeiträge folgt dabei dem Beitragsgedanken: Im Unterschied zur Gebühr orientieren sie sich nicht an einer in Anspruch genommenen Leistung, sondern an der finanziellen Leistungsfähigkeit und der persönlichen Wertschätzung der Studierenden für ihre Universität. So gewährleistet das Finanzierungsmodell der StudierendenGesellschaft die Wahrung der drei Freiheiten: Freier Zugang zum Studium, freie Gestaltung des Studiums sowie freie Berufswahl.